Kritiken

Foto: Christophe Raynaud de Lage

Theaterfestival von Avignon
Weltrettung durch die Poesie
Tagesspiegel, Kultur – 29.07.2022 → Artikel lesen

Das letzte Jahr unter der Leitung von Olivier Py: Eindrücke vom Theaterfestival in Avignon. mehr…


Olivier Py verabschiedet sich von Avignon
Gemischte Bilanz
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 27.07.2022 → Beitrag hören

Schon seit langem hat sich der bekennende Homosexuelle, Katholik und Poet Olivier Py mit der Travestie-Figur „Miss Knife“ ein Bühnen-Alter-Ego geschaffen. In dieser Rolle verabschiedete er sich am Ende seiner Amtzeit als Festivaldirektor vom Publikum in Avignon. mehr…


Foto: Christophe Raynaud de Lage

Olivier Py letztes Festival d’Avignon
Sing zum Abschied laut „Halleluja“
Deutschlandfunk Kultur, Fazit – 26.07.2022 → Gespräch hören

Zum Ende seiner 9-jährigen Amtzeit singt der Festivaldirektor als „Miss Knife“ und lädt untern anderen die Dakh Daughters aus Kiew zu seiner Abschieds-Bühnenschow. mehr…


Foto: Christophe Raynaud de Lage

Nah-Ost-Schwerpunkt in Avignon
Arabische Muttergötter
von Eberhard Spreng

Deutschlandfunk, Kultur Heute – 22.07.2022 – Beitrag hören

Ein Fokus mit arabischen Produktionen präsentiert beim 76. Festival d’Avignon Arbeiten aus dem Libanon, Palästina und Israel. Theater, Tanz und Performance zeigen vor allem Aspekte der Mutterfigur in den Konflikträumen des nahen Ostens. mehr…


Foto: Christophe Raynaud de Lage

76. Festival d’Avignon
Theater der Bilder – eine Zwischenbilanz
Deutschlandfunk Kultur, Fazit – 19.07.2022 → Gespräch hören

Mehrere Aufführungen des 76. Festival in Avignon kommen ohne Sprache aus. Die markanteste von ihnen ist „Anima“, eine Installation über die Klimageschichte der Erde. Die Waldbrände nahe der Festivalstadt beweisen die Dringlichkeit der Thematik.


Foto: Christophe Raynaud de Lage

Europas wichtigstes Theaterfestival eröffnet
Die Mythen der Mörder
Tagesspiegel, Kultur – 13.07.2022  → Artikel lesen

Stürmischer Auftakt beim Theaterfestival von Avignon mit Kirill Serebrennikow und Tiago Rodrigues. mehr…


Mythendämmerung. Tiago Rodrigues rechnet in seiner Iphigenie-Fassung mit dem Mythos ab. Foto: Christophe Raynaud de Lage

76. Festival d’Avignon
Von bösen Mythen und netten Märchen
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 10.07.2022 → Beitrag hören

Vielstündige Mammutvorstellungen haben beim Festival in Avignon Tradition. In diesem Jahr zeigt der junge Autor und Regisseur Simon Falguières mit seinem 13 stündigen „Le Nid de Cendres“ ein siebenteiliges Theaterepos. Premiere hatte aber auch eine Neufassung der „Iphigenie“ aus der Feder des künftigen Festivaldirektors Tiago Rodrigues, die Anne Theron inszenierte. mehr…


Foto: Eberhard Spreng

76. Festival d’Avignon eröffnet
Exil auf und hinter der Bühne
Deutschlandradio, Fazit – 07.07.2022 → Gespräch hören
Deutschlandfunk, Kultur heute – 08.07.2022 → Beitrag hören

Das Festival in Avignon zeigt zur Eröffnung ein Gastspiel vom Hamburger Thalia-Theater: „Der schwarze Mönch“. Regisseur ist der Russe Kirill Serebrennikov und das war schon im Vorfeld Thema für die französische Presse. Außerdem inszeniert Amir Reza Koohestani mit Anna Seghers „Transit“ auch eine sehr persönliche Erfahrung als unerwünschter Reisender am Flughafen in München. mehr…


Foto: Oleksandr Kosmach

Ukrainisches Exiltheater in Frankreich
Die Heimat im Rollenkoffer
Deutschlandfunk, Kultur Heute  – 18.06.2022 → Beitrag hören
Tagesspiegel, Kultur – 25.06.2022 → Artikel lesen

Kurz nach dem Beginn des Überfalls Russland auf die Ukraine verließ der Theaterchef Vlad Troitskyi Kiew, ebenso wie sechs der sieben Performerinnen der „Dakh Daughters“. Im normannischen Vire fanden sie am dortigen Theater Aufnahme und Produktionsmöglichkeiten. Dort entstand „Danse Macabre“, das aber am Odéon-Théâtre de l’Europe in Paris uraufgeführt wurde. mehr…


Foto: Gianmarco Bresadola

Karel Čapek Roman auf der Bühne
Untergang im Bällebad
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 06.06.2022 → Beitrag hören

Karel Čapeks satirischer Science-Fiction-Roman „Der Krieg mit den Molchen“ von 1936 erzählt von einer ökologischen Katastrophe, in die die Menschheit aus Profitgier hineinschliddert. An der Schaubühne hat Clara Weyle die Theaterfassung von Soeren Voima inszeniert. mehr…


Foto: Thomas Aurin

Sturm und Drang an der Berliner Volksbühne
Narzisstische Spiegelungen
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 04.06.2022 → Beitrag hören

Thomas Manns „Lotte in Weimar“ verbindet der Franzose Julien Gosselin mit Goethes „Werther“ zu einer Literaturkollage mit dem Titel „Sturm und Drang – Geschichte der deutschen Literatur“. Sie soll in den kommenden Spielzeiten fortgesetzt werden. mehr…


Foto: Ute Langkafel

Verschwörungsmythen auf dem Theater
Im Dickicht der Trolle
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 29.05.2022 → Beitrag hören

Mit „Slippery slope“ war die israelisch-stämmige Regisseurin Yael Ronen gerade zum Theatertreffen geladen, nun legt sie zusammen mit dem ehemaligen Gorki-Ensemble-Mitglied Dimitri Schad eine weitere Arbeit vor, in der eine weitere tagesaktuelle Debatte gespiegelt wird. „Operation Mindfuck“ versenkt sich in Geschichte und Gegenwart von Verschwörungserzählungen. mehr…


Foto: Matthias Horn

Virtuelles Theater am BE
An der Hand des Todesengels
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 06.05.2022 → Beitrag hören

Mit der dänischen Schauspielerin Ruth Berlau verband Bertolt Brecht eine intensive Arbeits- und Liebesbeziehung. Ihr wird nun am Berliner Ensemble die Installation „Berlau::Königreich der Geister“ gewidmet, die Theater mit Virtueller Realität zu einer eindrücklichen Erfahrung für je eine Zuschauerin oder einen Zuschauer verbindet. mehr…


Foto: Michiel Devijver

Belgien-Trilogie am NTGent
Das Elend kennt keine Religion
Deutschlandfunk, Kultur Heute 28.04.2022  → Beitrag hören

2016 kamen bei Terroranschlägen am Brüsseler Flughafen Zaventem und der Metro-Station Maelbeek 35 Menschen ums Leben. Dies und die Pariser Anschläge von 2015 sind Anlass für den dritten Teil der Trilogie „The Sorrows of Belgium“. Regisseur Luk Perceval beschließt sie mit „Red – Holy War“. mehr…


Foto: Sebastian Hoppe

Frank Castorf inszeniert in Dresden
Wunde Europa
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 15.04.2022 → Beitrag hören

Frank Castorfs Inszenierung des „Wallenstein“ am Staatsschauspiel Dresden ist nicht seine erste Begegnung mit dem deutschen Klassiker. Eine legendäre Inszenierung der „Räuber“ stand emblematisch am Anfang der Ära Castorf an der Volksbühne. Sieben Stunden harrt das Publikum aus. mehr…


Foto: Arno Declair

Tolstoi am Deutschen Theater
Ach, halt doch die Pappe!
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 27.03.2022 → Beitrag hören

Tolstois „Auferstehung“ ist der letzte Roman des russischen Klassikers. Die von Armin Petras inszenierte Theaterversion war ursprünglich für November des vergangenen Jahren vorgesehen und musste mehrfach verschoben werden. Jetzt kam der Krieg und das verändert den Blick auf die Produktion. mehr…


Foto: Jean-Louis Fernandez

Autobiografisches am Odéon-Theater in Paris
Dem grauen Himmel so nah
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 10.03.2022 → Beitrag hören

Der 1970 geborene Regisseur und Schriftsteller Christophe Honoré ist vor allem als Filmregisseur international erfolgreich. Aber er schrieb immer wieder auch Theaterstücke und inszenierte Theater und Opern. Autobiografisch ist sein Stück „Le Ciel de Nantes“. Ein Versuch, die Geschichte der Familie seiner Mutter über mehrere Generationen zu erzählen. mehr…


Foto: Denis “Kooné” Kuhnert

Édouard Louis am Hamburger Schauspielhaus
Porträt der Mutter
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 06.03.2022 → Beitrag hören

Édouard Louis ist nun schon seit einigen Jahren der Shooting Star einer sozialkritischen, auf biografische Studien angelegten Literatur. In „Die Freiheit einer Frau“ erzählt er von der Lebensgeschichte seiner Mutter. Das hat Falk Richter nun am Hamburger Schauspielhaus auf die Bühne gebracht. mehr…


„Die schwarze Mühle“ im HAU
Krabat in der Kiste
Deutschlandfung Kultur, Fazit – 01.03.2022 → Gespräch hören

In seinem Roman „Die schwarze Mühle“ hat der Schriftsteller Jurij Brězan die alte sorbische „Krabat“-Sage um einen Meister der schwarzen Magie verarbeitet. Jetzt hat das Performance-Kollektiv Showcase Beat Le Mot den Text im Berliner HAU auf die Bühne gebracht. mehr…


“Queen Lear“ am Gorki-Theater
Ende Gelände
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 21.02.2022 → Beitrag hören

Vor zwei Jahren gelang Christian Weise mit seinem „Hamlet“ am Gorki-Theater ein großer Erfolg. Die junge Svenja Liesau war da in der Titelrolle eine große Entdeckung. Sie spielt auch wieder in der neuen Arbeit des Regisseurs am Gorki-Theater. Die heißt „Queen Lear“ mit Corinna Harfouch in der Hauptrolle. mehr…


Foto: Ute Langkafel

Exil-Literatur am Gorki-Theater
„Was uns zerbricht, das rettet uns“
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 07.02.2022 → Beitrag hören

Die Journalistin und Autorin Rasha Abbas verließ Syrien 2013. Ihre Erzählungen „Eine Zusammenfassung von allem, was war“ kam in der deutschen Übersetzung 2018 auf den Markt. Zusammen mit einigen Mitgliedern des „Exil-Ensembles“ des Gorki-Theaters hat Sebastian Nübling eine Theaterversion entwickelt. mehr…


Tartuffe in Paris
Die dreiaktige Urfassung endlich aufgeführt
Deutschlandfunk, Kultur Heute, 18.01.2022 → Beitrag hören
Deutschlandfunk Kultur, Fazit – 17.01.2022 → Gespräch hören

„La Maison de Molière“ wie man die Comédie-Française gerne nennt, bringt anlässlich des 400. Geburtstages des großen Dramatikers eine Neuinszenierung des Belgiers Ivo van Hove heraus: „Le Tartuffe ou L’Hypocrite“. Das ist nicht die bekannte, fünfaktive Version von 1669 über den frömmelnden Heuchler, sondern die verschollene, von Molièreforschern rekonstruierte Fassung von 1664. mehr…