Kritiken

Untergangsspektakel in Leipzig
Die Ratten übernehmen das sinkende Schiff
Deutschlandfunk, Kultur Heute 09.10.2021 → Beitrag hören

Der 1986 erschienene Roman „Die Rättin“ von Günter Grass ist eine ökologische Apokalypse in multiperspektivischer Erzählung. Die Theaterversion hat Claudia Bauer nun am Schauspiel Leipzig vorgestellt. mehr…


Foto: Jean-Louis Fernandez

Édouard Louis an der Schaubühne
Der Autor als Schauspieler
Deutschlandfunk, Kultur Heute, 08.19.2021 → Beitrag hören

2018 erschien Édouard Louis’ „Qui a tué mon père“, in dem er das Verhältnis zu seinem gewalttätigen Vater analysiert. In Thomas Ostermeiers in Frankreich entstandenem Theatersolo steht nun der Autor selbst auf der Bühne. mehr…


Foto: Sebastian Hoppe

Kapitalismuskritik am Staatsschauspiel Dresden
Tartuffe und Piketty
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 03.10.2021 → Beitrag hören

Was hat Religion mit Kapitalismus zu tun, als Ideologie, als Glaubensystem? Das will „Der Tartuffe oder Kapital und Ideologie“ von Soeren Voimas erkunden. Hinter diesem Pseudonym steckt der Dramaturg Christian Tschirner, der den Text in enger Zusammenarbeit mit dem Team um Regisseur Volker Lösch am Staatsschauspiel Dresden entwickelt hat. mehr…


Foto: Michiel Devijver

Uraufführung am NTGent
Gott ist ein schwarzes Loch
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 23.09.2021 → Beitrag hören

Zuletzt hatte der Schweizer Aktivist, Autor und Regisseur Milo Rau an seinem Theater in Gent mit „Family“ den kollektiven Selbstmord einer Familie nacherzählt und die Frage nach Schuld und Erlösung gestellt. „Grief and Beauty“ ist nun der zweite Teil der neuen „Triogy of private life“. Im Zentrum steht Johanna B., die sich entschlossen hatte, ihrem Leben ein lange geplantes Ende zu setzen. mehr…


Foto: Gianmarco Bresadola

Uraufführung an der Schaubühne
Verschollen in rosa Schnee
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 05.09.2021 → Beitrag hören

Katie Mitchell unplugged: Mit einfachster Öko-Technik urinszeniert die britische Regisseurin das neue Stück der Nachwuchsdramatikerin Chris Bush. „Kein Weltuntergang“. Der Strom für die Aufführung kommt aus zwei Fahrradgeneratoren. mehr…


Foto: Arno Declair

Oedipus am Deutschen Theater
Ermittlungen im galaktischen Raum
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 29.08.2021 → Beitrag hören

Sophokles’ antike Tragödie „Oedipus“ scheint mit seiner Frage nach Schuld, Verantwortung, Politik und Umweltkatastrophe ein Stück der Stunde. Am Deutschen Theater inszeniert dies Ulrich Rasche als bild- und klangmächtiges Gesamtkunstwerk. mehr…


Foto: Christophe Raynaud de Lage/Festival d’Avignon

75. Festival d’Avignon
Triumph des Magisch-Weiblichen
Deutschlandfunk Kultur, Fazit – 23.07.2021 → Beitrag hören

Das Theaterfestival in Avignon war in diesem Jahr geprägt von starken Regisseurinnen und feministischen Manifesten. Es begann mit Stücken über kollektiv erlebte Katastrophen und endete mit stilleren Abenden voller individueller Frauenschicksale. mehr…


Felwine Sarr (Foto: Antoine Tempé)

Felwine Sarr in Avignon
Die Freiheit in den Köpfen
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 16.07.2021 → Beitrag hören

Felwine Sarr gilt als einer der führende Köpfe einer kulturellen und politischen Selbstbestimmung Afrikas. Der Soziologe schrieb mit „Afrotopia“ einen Aufruf zur Selbstdefinition der afrikanischen Wirtschaftentwicklung. Jetzt spielt er in Avignon seine Textkollage „Liberté, j’aurai habité ton rêve jusqu’au dernier soir“. mehr…


Foto: Christophe Raynaud de Lage/Festival d’Avignon

Festival in Avignon ist zurück
„Kunst ist dazu da, die Ordnung zu zerstören“
Deutschlandfunk Kultur , Rang I – 10.07.2021 → Beitrag hören

Beim Theaterfestival in Avignon sticht die Uraufführung „Liebestod“ der Regisseurin Angélica Liddel hervor. Wir erleben eine Beschwörung und Abrechnung mit einer Kultur, die den Kontakt zu ihren mythologischen Quellen verloren hat. mehr…


Foto: Christophe Raynaud de Lage/Festival d’Avignon

Drei Regisseurinnen in Avignon
Dystopien aus weiblicher Sicht
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 09.07.2021 → Beitrag hören

Drei Regisseurinnen prägen die erste Festivalwoche. Mit Caroline Guiela Nguyen, Angélica Liddell und Anne-Cécile Vandalem darf sich das Festival über starke Regiehandschriften freuen. Dabei hat „Liebestod“ das Potential, Kult zu werden. mehr…


Tiago Rodrigues, Direktor des Festival ab 2022 (Foto: Christophe Raynaud de Lage/Festival d’Avignon

Das 75. Festival d’Avignon hat begonnen
Die Versammlung der Stühle
Deutschlandfunk Kultur Heute – 06.07.2021  → Beitrag hören
Deutschlandfunk Kultur, Fazit – 05.07.2021 → Gespräch hören

Tiago Rodrigues heißt der künftige Direktor des Festival d’Avignon ab 2022. Er ist auch der Regisseur der Eröffnungsinszenierung: „Der Kirschgarten“, Tschechows letztem Stück über das Ende einer Epoche und ein überschuldetes Landgut in der Provinz Russlands. Zu sehen war am ersten Tag aber auch Christiane Jatahys Theaterversion von Lars von Triers „Dogville“ mit dem Titel: „Entre Chien et Loup“. mehr…


Foto: Philippe Viallatte

Ein Theatermacher und sein Lebensstück
Peter Brook inszeniert noch einmal Shakespeares „Sturm“ – mit 96 Jahren
Tagesspiegel, 29.06.2021 – Artikel lesen
Deutschlandfunk, Kultur Heute 26.06.2021 – Beitrag hören

Vor vielen Jahrzehnten hat Brook das Märchen erstmals inszeniert. Nun wagt er sich im hohen Alter in Montpellier wieder daran. Wird es sein theatrales Vermächtnis? mehr…


Foto: Jean-Louis Fernandez

Uraufführung am Odéon-Théâtre de l’Europe
Verschollen in Berlin
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 22.06.2021 → Beitrag hören

Die Uraufführung von „Berlin mon garçon“ war im letzten Jahr am Straßburger Nationaltheater geplant, musste aber im ersten Lockdown abgesagt werden. Nun kam sie am Odéon in Paris heraus. Marie NDiayes Berliner Lebenserfahrung ist in das Stück eingegangen. mehr…


Foro: Birgit Hufeld

Abrechnung mit Richard Wagner
Wohnküchentragödie im Mythenwald
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 04.06.2021  → Beitrag hören

Vielfach ausgezeichnet ist der 1986 geborenen österreichische Autor und Dramatiker Thomas Köck. Seine Nibelungen-Überschreibung hat einen eigenwilligen, programmatischen Titel: „wagner – der ring des nibelungen (a piece like fresh choppes eschenwood)“. Am Berliner Ensemble hat das Ersan Mondtag inszeniert. mehr…


Foto: Sebastian Hoppe

Erstaufführung am Staatsschauspiel Dresden
Ratingagentur des Blutes
Deutschlandfunk, Kultur heute – 22.05.2021 → Beitrag hören

Ella Road erregte in London Aufsehen mit „Die Laborantin“. Eine dystopische Welt, in der das Genom über Lebenschancen entscheidet. Am Dresdener Staatsschauspiel hat der Regisseur und Videokünstler Adrian Figueroa das Stück erstmalig auf eine deutsche Bühne gebracht. mehr…