Kritiken


Ex-Präsident Hollande spricht auf der Bühne

Foto: Christophe Raynaud De Lage/Festival d’Avignon

Trauma, Therapie, Theater
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 08.07.2019 → Beitrag hören

Das Theaterfestival in Avignon ist bekannt für seine politischen Stücke. In diesem Jahr stehen der europäische Zusammenhalt in Zeiten der Migration und die französische Vergangenheitsbewältigung in Zentrum. Dabei hatte auch Ex-Präsident François Hollande einen Gastauftritt. mehr…


Patriarch mit Anhang

Foto: Christophe-Raynaud-De-Lage/Festival d’AvignonFestival d’Avignon

Das Scheitern der Intellektuellen
Deutschlandfunk, Kultur Heute, 05.07.2019 → Beitrag hören

Zum Auftakt des 73. Festival in Avignon liegt der Fokus auf einer zeitgenössischen Dramatik, die große Zeitgeschichte in den Blick nehmen will. Den Anfang macht dabei Pascal Rambert, der sein Stück „Architecture“ im Papstpalast urinszeniert. mehr…


Das Staatschauspiel Dresden

Foto: Eberhard Spreng

Árpád Schilling inszeniert in Dresden
Künstlerdämmerung
Deutschlandfunk, Kultur Heute 17.06.2019 → Beitrag hören

Seit Viktor Orbán Ungarn regiert, ist der entschieden systemkritische Theatermann Árpád Schilling zum Staatsfeind erklärt worden. Da er nach eigenem Bekunden von seinen ungarischen Kollegen keine Unterstützung erfuhr, hat er Ungarn verlassen, lebt nun in Frankreich. In Leipzig hat er zusammen mit Co-Autor Mátyás Dunajcsik die Kulturbetriebsfarce „Elbfuge“ urinszeniert. mehr…


Eine doppelte Besetzung fürs "Wunschkonzert" von Kroetz

Foto: Birgit Hupfeld

Ersan Mondtag am NTGent
Ain’t no sunshine
Deutschlandfunk, Kultur Heute  – 13.06.2019 → Beitrag hören

In seinem „Wunschkonzert“ von 1971 erzählt der Dramatiker Franz Xaver Kroetz in einer akribisch genauen Schilderung von den letzten Alltagsverrichtungen einer einsamen Frau vor ihrem Selbstmord. Ersan Mondtag hat diese Einsamkeit gedoppelt und mit schwarzen Akteurinnen besetzt. „De Living“ beendet die erste Saison von Milo Rau am NTGent. mehr…


Eine schwarz-weiße Welt des Untergangs - Dekor zu Schuld und Sühne

Foto: Sebastian Hoppe

Hartmann inszeniert „Schuld und Sühne“ in Dresden
Beeindruckendes poetisches Bildertheater
Deutschlandfunk Kultur, Fazit – 31.05.2019 → Gespräch hören

Nach „Erniedrigte und Beleidigte“ hat Sebastian Hartmann einen zweiten Roman von Fjodor Dostojewski am Staatsschauspiel Dresden inszeniert: „Schuld und Sühne“.  mehr…


Die Huppert als Maria Stuart

Foto: Lucie Jansch

Isabelle Huppert spielt Maria Stuart
Reden gegen den Lärm der Welt
Deutschlandfunk, Kultur Heute, 23.05.2019 → Beitrag hören
Deutschlandfunk Kultur, Fazit – 22.05.2019

1993 feierten Bob Wilson als Regisseur und Isabelle Huppert als Akteurin mit „Orlando“ einen großen Erfolg. Der afro-amerikanische Romancier Derryl Pinckney hatte damals Virginia Woolfs Text adaptiert. Nun finden Autor, Regisseur und die Schauspielerin wieder zusammen: „Mary said what she said“ wird am Pariser Théâtre de la Ville uraufgeführt. mehr…


Ein Hotelzimmer und ein Mord aus Leidenschaft

Foto: Alain Willaume

Wajdi Mouawads „Fauves“ in Paris uraufgeführt
Das Raubtier in uns
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 10.05.2019 → Beitrag hören

Der im Libanon geborene Autor Wajdi Mouawad hat immer wieder seine traumatisierenden Erfahrungen im Bürgerkrieg in großen epische Erzählungen verarbeitet. Sein neues Stück „Fauves“ („Raubtier“) erzählt von der Macht des Verdrängten. Das Pariser Théâtre National de la Colline betreibt Traumaforschung. mehr…


Ensemble im Plastikstrohalm-Dekor

Foto: David Baltzer

„Schwarze Ernte“ am HAU Berlin
Öl und Terror
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 06.05.2015 → Beitrag hören

Wie hängen Erdölgewinnung, Religion und internationaler Terrorismus zusammen? Das Dokumentartheater-Duo Regine Dura und Hans-Werner Kroesinger hat mit „Schwarze Ernte“ eine Parabel auf globale Verknüpfungen geschrieben. Im Hebbel am Ufer in Berlin wurde „Schwarze Ernte“ nun uraufgeführt. mehr…


Kassandra und Agamemnon vor dem Ruinen Mossuls

Foto: Fred Debrock

Theater im Krisengebiet
„Orest in Mossul“
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 18.04.2019 → Beitrag hören
Deutschlandfunk Kultur, Fazit – 17.04.2019 → Gepräch hören

In Milo Raus neuem Theaterstück treffen griechische Tragödie und aktuelle politische Konflikte aufeinander. Dabei zeigt sich: Frieden und Versöhnung gibt es nur auf Kosten von Gerechtigkeit, egal ob im antiken Drama oder dem vom IS befreiten Mossul. mehr…


Vier schwarze vier weiße Akteure bilden das Ensemble

Foto: Michiel Devijver

Belgiens koloniales Erbe am Stadttheater NTGent
Über die Unmöglichkeit, eine grausame Geschichte zu fassen
Deutschlandfunk Kultur, Fazit – 16.03.2019 → Gepräch hören
Deutschlandfunk, Kultur Heute – 17.03.2019 → Beitrag hören

Nach dem aufsehenerregenden Dekolonisationsfestival am Stadttheater NTGent will nun der Regisseur Luk Perceval die Geschichte und Identität Belgiens in einer Trilogie verarbeiten. Der erste Teil befasst sich mit dem kolonialen Erbe im Kongo. mehr…